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Slowenien: höhere Geldstrafen für Verkehrssünder
Datum: Freitag 02 Mai 2008 08:07:59
Thema: Verkehr


Höhere Geldstrafen für Verkehrssünder

Mit der Erhöhung der Strafen reagiert die Regierung in Ljubljana rechtzeitig vor dem Beginn der Urlaubssaison auf den hohen Blutzoll auf Sloweniens Straßen.

Seit gestern gelten in Slowenien höhere Geldstrafen für Verkehrssünder jeder Art. Vor allem Raser werden erheblich tiefer in die Tasche greifen müssen.

Geldstrafen und Strafpunkte

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Geldstrafen und Strafpunkte
Denn bei Überschreiten der vorgeschriebenen Geschwindigkeit in Ortschaften um mehr als 30 km/h sollen sie jetzt 1.000 Euro zahlen. Dazu bekommen sie neun Strafpunkte. Auch Raser auf Autobahnen müssen mitunter tiefer in die Tasche greifen. Eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 20 km/h kostet 50 Euro, wer mehr als 50 km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt laut dem Autofahrerclub ÖAMTC mindestens 300 Euro.

Alkohol am Steuer
Wer mit einem Alkoholgehalt zwischen 0,5 und 0,8 Promille im Blut unterwegs ist, muss laut ÖAMTC 450 Euro zahlen. 0,8 bis 1,1 Promille kosten 570 Euro und zusätzlich erhält man neun Strafpunkte. Für Werte darüber werden 950 Euro berappt und der Führerschein ist weg.

Telefonieren oder ohne Gurt: 120 €
Fahren ohne Sicherheitsgurt und der Gebrauch des Mobiltelefons während der Fahrt kosten jeweils 120 Euro. Falschparker und Fahrer, die am Tag ohne Abblendlicht unterwegs sind, werden um je 40 Euro erleichtert. Teuer kommen auch Missachten des Überholverbots (500 Euro) sowie der Vorfahrt (300 Euro) und bei Rot über die Ampel fahren (250 Euro).

Warnweste muss angelegt werden
Seit gestern sind Kraftfahrer in Slowenien verpflichtet, eine Warnweste anzulegen, wenn sie ihren Wagen nach einem Unfall oder einer Panne auf Autobahnen oder Schnellstraßen verlassen. Wer die neue Vorschrift nicht befolgt, muss mit einer Strafe von 40 Euro rechnen. Dies gilt für alle Insassen, die aus dem Auto aussteigen.

Reaktion auf hohen Blutzoll
Mit der Erhöhung der Strafen reagiert die Regierung in Ljubljana rechtzeitig vor dem Beginn der Urlaubssaison auf den hohen Blutzoll auf Sloweniens Straßen. "Das Gesetz ist schon dann erfolgreich, wenn es auch nur einen Toten weniger auf den Straßen geben wird", sagte Verkehrsminister Radovan Žerjav. Voriges Jahr kamen 263 Menschen im Straßenverkehr um, was einer Erhöhung um 13 Prozent im Jahresvergleich entsprach. Hochgerechnet auf österreichische Verhältnisse bedeutet sind dies fast 1100 Verkehrstote. Bei der Hälfte der tödlichen Verkehrsunfälle war Raserei die Ursache.







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