Italien ist das Land der gefährlichsten Tunnel
Die Tunnel "Markusberg" in Luxemburg, "Ottsdorf" in Österreich, "M-12" in Spanien sowie "Brinje" in Kroatien sind als beste Straßentunnel Europas mit den European Tunnel Awards ausgezeichnet worden. Die schlechtesten Tunnel liegen in Italien, auch in Deutschland gibt es bedenkliche Unterführungen.
Gewinner: Im Jahr 2002 wurde der Kappelbergtunnel bei Stuttgart als "bedenklich" eingestuft. Sechs Jahre und 12 Millionen Euro später bekam er die Note "sehr gut"
Die unsichersten europäischen Tunnels hat der ADAC in Italien ausgemacht. Die Tunnels Roccaccia an der E45, Segesta an der A29 und Paci2 an der A3 schnitten von den 152 in den vergangenen drei Jahren getesteten am schlechtesten ab, wie der Verkehrsclub in München mitteilte. Sie erhielten die Note „mangelhaft“.
Der ADAC zeichnete zugleich die vier besten europäischen Tunnel aus. Sie liegen in Luxemburg (Markusberg), Österreich (Ottsdorf), Spanien (M-12) und Kroatien (Brinje). Deutsche Tunnels waren weder unter den besten noch unter den schlechtesten. 22 wurden in den vergangenen drei Jahren getestet. Zehn schnitten mit „sehr gut“, zwei mit „gut“ und sieben mit „ausreichend“ ab.
Als „bedenklich“ wurden bei den Tests die Tunnels Ruhrschnellweg, Universität Düsseldorf und Gernsbach in Baden-Württemberg eingestuft. Bei den ersten beiden sind laut ADAC bereits Verbesserungsmaßnahmen in Bau, für letzteren sind die Umbauten geplant. Bis 2012 würden in Deutschland 550 Millionen Euro für die Verbesserung von Tunnels ausgegeben.
Insgesamt wurden die meisten getesteten Tunnels als sicher eingeschätzt: 60 Prozent erhielten die Noten „sehr gut“ und „gut“. Allerdings fielen auch acht Prozent mit „mangelhaft“ durch, 13 Prozent wurden als „bedenklich“ eingestuft. Der ADAC hatte für die Tests im Rahmen des European Tunnel Assessment Programme (EuroTAP) mit elf anderen Automobilclubs zusammengearbeitet.
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